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Moskaus Skyline

Moskaus Skyline
21 September 2016

Wie ich schon in einem früheren Artikel angedeutet habe, ist Moskau die Stadt der Gegensätze. Alt-sowjetische Plattenbauten, wunderschöne Gebäude aus der Zeit der Zarendynastie und hoch-moderne Glas-Stahl-Konstruktionen stehen Rücken an Rücken nebeneinander. Manchmal passt es, manchmal nicht. Eindrücklich ist es allemal.

Eines der prägnantesten Beispiele für dieses architektonische Wirrwarr, ist die rund 5 Kilometer Luftlinie vom Kreml entfernte Skyline der Russischen Hauptstadt. Von jedem denkbaren Aussichtsort im Zentrum der Stadt sind sie nicht zu übersehen. Die in kaltem Glas oder Metall gehüllten Hochhäuser, welche steil in den Himmel schiessen und die Morgen- und Abendsonne wundervoll wiederspiegeln.

Der atemberaubende Blick von der Aussichtsplattform am vorderen Ende der staatlichen Universität MGU, offenbart den für Moskau typischen Kontrast zwischen alt und neu, vergilbt und glanzvoll, welcher sich mit Moskau City und der unmittelbaren Umgebung einmal mehr ins Stadtbild integriert.

Zu den auffälligsten Gebäuden der Skyline gehören der mit 353 Metern und 90 Stockwerken höchste Wolkenkratzer Okno Business Centre und das organisch geschwungene, kunstvoll anmutende Gebäude Evolution, welches mit 255 Metern und 50 Stockwerken zu den kleineren Komplexen gehört und ein bisschen an das architektonische Meisterwerk The Gherkin in London erinnert.

Will man das eindrückliche Stadtviertel einmal von nahem anschauen, ist die Metrostation Vystavochnaya ein nahgelegener Ausgangspunkt, um sich zwischen den Wolkenkratzern eine Nackenstarre vom Hochschauen zu zuziehen.

Im Moskau City sind in erster Linie Russische Konzernkonglomerate, teure Hotels und vereinzelte, für 99% der Russen nicht bezahlbare Luxuswohnungen beheimatet. Es gibt nur wenige öffentlich zugängliche Gebäude inmitten des modernen Stadtviertels. Eine Möglichkeit trotzdem die unendlichen Weiten Moskaus anschauen zu können, bietet die noble City Space Bar im Swissotel. Die Aussicht soll unfassbar schön, die Preise jedoch demgemäss hoch sein.

Ich habe des Blogs und natürlich auch eines Drinks wegen, am kommenden Wochenende einen Fensterplatz in der City Space Bar reserviert und werde in der darauffolgenden Woche einen Erfahrungsbericht in der Rubrik „Place to be“ publizieren. Man darf sich freuen!

Till M. Widmer, studiert zur Zeit Russisch am Spracheninstitut Liden & Denz in Moskau

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